Rathaus Barrierefrei – weitere Planung vergessen – wen interessiert es?

26.03.2015, Presse – MOZ: „Über einen ergänzenden Aufzug war schon länger intensiv diskutiert worden. Nun wird es ernst: In Zuge der aktuellen Haushaltsberatung, erklärte Bürgermeister Arno Jaeschke, soll das Vorhaben noch in diesem Jahr umgesetzt werden.  Die Vorbereitungen sind bereits angelaufen.“

26.09.2015, die Entwurfsplanung für Rolli-WC und hofseitigen Außenaufzug liegt vor.
Die Nachfragen der Fraktion der Wählergruppe A&O sowie meine Fragen zu Sitzungen der Stadtverordneten, wann denn nun gebaut wird, wurden nicht beantwortet.

Im Bericht des Bürgermeisters (SVV am 22.09.2016) zum Problem Rathaus ist zu lesen, 20.09.2016, Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung) ausgelöst.

Gut, dass unser Bauamtsleiter sich beruflich umorientiert, dadurch wurde das Versäumnis  bei der Übergabe von Unterlagen überhaupt erst bemerkt. Der Bürgermeister übernimmt keine Verantwortung für diese Schlamperei.

Ich wünsche allen Entscheidungsträgern, dass sie sich nie die Haxen brechen, nie auf einen Aufzug angewiesen sind und auch immer ein benutzbares Klo vorfinden, wenn sie es nötig brauchen.

Willkommen im Brau- und Brennhaus ???

Zugang Brau- und Brennhaus

Manchem Gast wird der Besuch dieser neuen und einzigen “barrierefreien” Gaststätte in Altlandsberg nicht leicht gemacht.
Nur Menschen mit Behinderungen mutet man solch Umstände zu.

Ein Schild mit dem Hinweis wo sich der Aufzug befindet, ist gut. Doch der Aufzug muss zu Öffnunungszeiten uneingeschränkt nutzbar sein, dafür wurde er mit Steuergeldern gebaut.

Treppengeländer – brauchen wir die überhaupt ???

25.02.2016, Stadtverordnetenversammlung
Durch Akteneinsicht im Dezember 2015 konnte ich den Sachstand entnehmen, dass Handläufe an der Schlosskirche durch die Denkmalschutzbehörde versagt wurden, da kein öffentliches Interesse dafür bestünde. Damit ist klar, der Antrag vom Planungsbüro IBS im Frühjahr letzten Jahres, war von vornherein nicht genehmigungsfähig.

Deshalb meine
Fragen zur Einwohnerfragestunde
An der Schlosskirche Haupteingang gibt es keine Handläufe, am Nebeneingang bei 6 freien Stufen nicht einmal ein Geländer. Der Hintereingang hat nur einen einseitigen und nicht DIN gerechten Handlauf.

Dem Grundsatz der Barrierefreiheit, der Unfallverhütung und der Fürsorgepflicht folgend, muss ein erhebliches öffentliches Interesse bestehen, diesen baulichen Mangel zu beheben.

Fragen an den Bürgermeister:

  1. Wann wurde ein erneuter, diesmal genehmungsfähiger Antrag an die Denkmalschutzbehörde gestellt?
  1. Wenn das noch nicht geschehen ist, wann wird das geschehen?
  1. Falls dies nicht gewollt ist, wie begründen Sie das fehlende öffentliche Interesse an sicheren Handläufen zur Unfallverhütung und zur Barrierefreiheit, so wie es unsere Bauvorschriften und andere Gesetze verlangen?

Das wollte Herr Jaeschke nicht beantworten und bezeichnete meine Bemühungen um Handläufe bzw. Treppengeländer als Hick Hack.

Info: Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallversicherung geschehen jährlich allein nur im gewerblichen Bereich 36.000 Treppenunfälle, davon 800 mit bleibenden schweren Körperschäden. Technische Ursachen dafür sind u. a. fehlende oder falsch angebrachte Handläufe.

Update: März 2016
Laut Herrn Jaeschke wurde ein Antrag auf erneute Prüfung an die Untere Denkmalschutzbehörde (UDB) Landkreis MOL gestellt, um Genehmigung von Treppengeländer und Handläufe an der Schlosskiche.

Update: 24.07. 2016
Schriftliche Anfrage meinerseits an die Baubehörde Landkreis MOL zwecks Bearbeitung des Antrags der Stadt.

Update: 23.09.2016
Da es keine Antwort auf meine schriftliche Anfrage gab, erneut schriftlich beim Bauamt MOL nachgefragt.

Update: 25.10.2016
Antrag auf Akteneinsicht beim Bürgermeister Herrn Jaeschke, da meine Anfragen bei der Baubehörde vom Landkreis unbeantwortet blieben.

Update: 10.11.10.2016
Antrag auf Akteneinsicht bei Herrn Jaeschke angemahnt.

3. Inklusionsforum

Inklusion in Brandenburg
Gemeinsam Teilhabe gestalten

3. Inklusionsforum in Frankfurt (Oder)
am 17. Februar 2016 in der Europa – Universität VIADRINA

Einladung durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF) Ministerin Frau Diana Golze

Themen:

  • Bildung und Erziehung
  • Barrierefreiheit und Mobilität
  • Gesundheitlcihe Versorgung und Pflege
  • Wohnen, Sozialraum, Selbstbestimmung, Freizeit, Kultur
  • Arbeit und Beschäftigung
  • Teilhabe von Kindern und Jugendlichen

hier Ergebnisse und meine Eindrücken vom  Inklusionsforum

Randnotiz im Stadtmagazin

Einladung zur EinwohnerversammlungVorstellung und Diskussion am
16.02.2016 um 19 Uhr in der Schlosskirche,
nicht gewollt?

Gegen eine solche Bürgerbeteiligung entschieden sich zur SVV am 26.11.2015 die Fraktionen der LINKEN, der SPD und der CDU.
Mirko Prinz und die Stadtverordneten der Fraktion A&O stimmten dem zu. Bürgermeister Arno Jaeschke kündigte jedoch im Vorfeld schon an, dass es eine solche Veranstaltung geben wird. Von Bürgern wurde es gefordert und unsere Kommunalverfassung verlangt dies.

In städtischer Planung:

  • Eine Orangerie
  • Hotelanlage mit 58 Doppelzimmern oder gewünscht (ZAS am 02.12.2015) mindest 80 Zimmer
  • Barocker Lustgarten mit Labyrinthpark und Heckentheater
  • Bürgeracker 12 ha, 200 Parzellen a 50m²
  • Großer Parkplatz, da keine Anbindung an ÖPNV
  • Ausbau von Zufahrtstraßen?
  • Parkeisenbahn?

Was wird uns die Zukunft bringen?

  • Massentourismus und Abholzung/Zerstörung von Naturraum?
  • Starker Auto- und auch Busverkehr?
  • Ausgabe Millionen von Steuergeldern
  • Verschuldung unserer Kommune
  • Sparen, nicht nur bei den Pflichtausgaben der Stadt?

Wollen wir das, gibt es Alternativen?

  • Einen naturbelassenen, gut begehbaren Schlosspark
  • Erhalt des Baumbestandes
  • Keinen öffentlich finanzierten Bürgeracker
  • Kleine Pension, max. 20 Doppelzimmer
  • Bürgerhaus – Treffpunkt für Vereine und Gruppen

Nehmen Sie teil und diskutieren Sie mit, es geht um die Zukunft unserer Stadt.