Altstadtstraßen

HISTORIE – in Altlandsberg
Die Plumpsklos durften weichen, warum nicht auch die oberirdische Dachentwässerung?

Unsere historische Altstadt ist kein Museum, hier leben Menschen des 21. Jahrhunderts und es gibt erheblichen LKW und PKW Verkehr.
Lärmschutz und Barrierefreiheit darf nicht von der Denkmalschutzbehörde abhängig gemacht werden!
Die Bedürfnisse der Menschen haben Priorität und dies ist bei der Sanierung der Altstadtstraßen und Gehwege in den 90er Jahren nicht berücksichtigt worden.
Diese Fehler zu heilen, ist ein teurer und langwieriger Prozess, der vor allem den Willen dazu erfordert. Beispielhaft die geplante Sanierung der Berliner Straße 1-8 im Jahre 2009.

Da der Fördermitteltopf für die Straßensanierung finanzielle Zuschüsse bereit hielt, sollte die Fahrbahn der Berliner Straße erneuert werden.
Die Akteure der Bürgerinitiative versuchten mit großem Einsatz,  erneute Fehler schon in der Planungsphase zu korrigieren.

Dezember 2009,
Die völlig unebene, teils abgesackte Fahrbahn muss saniert werden. Das vorhandene abgenutzte Großpflaster soll wieder Verwendung finden.

Forderungen der Bürgerinitiative:
» bauliche Geschwindigkeitsbegrenzung, Lärmschutz
» fahrradfreundliche Fahrbahn
» Dachentwässerung unterirdisch
» Barrierefreier Verkehrsraum

Hier die gesamte Chronologie Berliner Straße  dazu. Protokolle, Schreiben, Aktennotizen, Beschlüsse liegen  mir vor und können bei Anfrage gern eingesehen werden.

13.11.2013, Sitzung Hauptausschuss
Anfrage der BI zur terminlichen Planung Sanierung Berliner Straße 1-8
Antwort vom Bürgermeister Herrn Jaeschke:
„wenn die Stadt Geld übrig hat“

15.07.2014, Stadtverordnetenversammlung
laut Bericht vom Bürgermeisters Herrn Jaeschke werden die Planungen voraussichtlich erst 2015 fortgeführt, Bauausführung in 2016

17.12.2015, Stadtverordnetenversammlung
neuer Sachstand: Planung in 2016, Bauausführung in 2017/2018

24.03.2016, Stadtverordnetenversammlung
neuer Sachstand: Planung in 2016/2017, Bauausführung in 2017/2018

15.12.2016, Stadtverordnetenversammlung
Sachstand unverändert, doch damit hat Herr Jaeschke wohl seine eigene Beschlussvorlage vergessen.

13.12.2016, Beschlussvprlage 635/16
zur Änderung des Umsetzungsplans „Sanierungsgebiet historischer Stadtkern“
Die Straßensanierung Berliner Str. 1-8 und Poststraße wird auf 2018/2020 verschoben.

12.01.2017, Ausschuss Stadtentwicklung
Meine kritische Frage zur Einwohnerfragestunde, wieso dies für die Bürger und Touristen der Stadt so wichtige Infrastrukturprojekt Jahr für Jahr verschoben wird, beantwortet Herr Jaeschke damit, dass die Bürgerinitiative daran schuld sei und dafür kein Geld da wäre.

Ja, wer ein Schlossgut aufbaut, hat kein Geld für die Belange der Bürger. Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die Politik gehen verloren.

26.01.2017, Stadtverordnetenversammlung BV 635/16
Diese Beschlussvorlage bekamn eine Ergänzung vom Bürgermeister.
Die Sanierung der Berliner Str. 1-8 soll nach Prüfung der Förderfähigkeit nun doch „schon“ in 2017 geplant (liegt ja vor) und in 2018 umgesetzt werden.
Meine Frage zur SVV warum diese Ergänzung sich nicht auch im Änderungsantrag des Umsetzungsplanes wiederfindet, konnte Herr Jaeschke für mich nicht schlüssig beantworten.

Die Stadtverordneten stimmten alle dem Änderungsantrag mit der Ergänzung zu.

 

So bleiben für ALLE gut benutzbare Wege eine Vision.

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