Erlengrundhalle

Die Erlengrundhalle in Altlandsberg – eine Mehrzweckhalle,
Bauzeit 1998/1999

Ins Obergeschoss, dem Konferenzkaffee, wird zu Veranstaltungen und Einwohnerversammlungen eingeladen, wer keine Treppen steigen kann, muss jedoch draußen bleiben.
Die nach Baugesetz geforderte Barrierefreiheit in allen Bereichen von öffentlichen Gebäuden haben die damaligen Verantwortungsträger ignoriert. Aufsichtsbehörden haben diesen Mangel übersehen und den Stadtverordneten war es wohl auch egal.

Und wie steht es mit Nachbesserung, um den Fehler zu heilen?

Der zweite Fluchtweg wurde nachträglich gebaut, der Aufzug nicht.

Noch bis ins Jahr 2005 haben wir uns intensiv für die Umsetzung des Beschlusses der Stadtverordneten eingesetzt.
Kein Altlandsberger Verantwortungsträger half mit, die Rechte von Menschen mit Behinderungen durchzusetzen.
Das OG der Erlengrundhalle wird bis heute illegal für öffentliche Veranstaltungen genutzt.

20.11.2002, Beschluss 092/02
Die Stadtverordnetenversammlung Altlandsberg beschließ für das Obergeschoss der Mehrzweckhalle eine uneingeschränkte Nutzung als Versammlungsstätte zu sichern.
Dazu ist von der Verwaltung ein Bauantrag auf Errichtung eines 2. Rettungsweges und behindertengerechten Zugang zum Obergeschoss der Mehrzweckhalle zu stellen.
Nach Genehmigung des Antrags sind die erforderlichen Veränderungen vorzunehmen.
Der erforderliche Kostenrahmen in Höhe von 45.000,00 € wird bestätigt.

27.05.2002, Schreiben der Baubehörde MOL zur Angelegenheit
Auszug: “lm Zuge der Baumaßnahme wurde erkannt, dass über den Einbauten ein theoretisch nutzbarer Raum zur Verfügung stand, der allerdings über nur einen Treppenaufgang verfügte und so aus diesem Grund für die Öffentlichkeit nicht nutzbar war, da im Brand- und Katastrophenfall ein zweiter Rettungsweg fehlte.
Wenn im Obergeschoss, also über den Halleneinbauten, öffentliche Veranstaltungen durchgeführt werden sollen, so muss durch den Eigentümer der ,,Erlengrundhalle“ für die vorgesehene Nutzung im Obergeschoss der Halle bzw. auf der Deckenkonstruktion der Halleneinbauten ein Antrag auf Nutzungsänderung bei der unteren Bauaufsichtsbehörde des Landlkreises gestellt werden.“

20.02.2002, Schreiben an Herrn H. Meyer,
Auszug: “Mir fällt jedenfalls allein auf Grund der Größe dieses Bereiches der Halle keine Nutzungsmöglichkeit durch die Stadt ein, die nicht öffentlich wäre oder Barrierefreiheit voraussetzt, aber vielleicht fehlt es mir ja nur an der Fantasie.“

11.02.2001, Antwort vom Ministerium
Das OG der Erlengrundhalle wäre beim Fördermittelantrag der Stadt nicht als öffentlicher Bereich gekennzeichnet. Durch die Bauaufsichtsbehörde und Verantwortlichen der Stadt soll eine öffentliche Nutzung des OG ausgeschlossen werden.

14.12.2001, Schreiben an Herrn H. Meyer, Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr bezüglich der fehlenden Barrierefreiheit der Erlengrundhalle.

04.08.2001, Schreiben an Herrn Gujjula (Ortsbürgermeister)
Nichteinhaltung von Gesetzen bei diesem öffentlichen Bau kritisiert, in Folge dessen, Ausgrenzung eines Personenkreises was nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar ist.

24.07.2001, öffentliche Sitzung im Konferenzkaffee der Erlengrundhalle
Thema – Umgehungsstrasse. Unsere Teilnahme scheitert an den Treppen zum OG, da kein Aufzug vorhanden ist.

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