Schlossgut

das touristische  Großprojekt  von Altlandsberg mit neuen Barrieren

„Alle Sanierungsmaßnahmen sind dem Denkmalschutz, der Nutzung alternativer Energien und der barrierefreien Erschließung verpflichtet.“
Dies ist in der Präambel zum Schlossgut zu lesen

Doch weder der Beauftragte der Stadt, noch Bürger, welche von Behinderung betroffen sind, wurden in diese Planung mit einbezogen.

„Eine rechtzeitige Beteiligung von Nutzern an Planungsprozessen, trägt dazu bei, bedarfsgerechte Lösungen zu finden und teure Nachbesserungen zu vermeiden. Beim Ansatz des „Design für Alle“ ist die Nutzerbeteiligung in allen Planungsphasen ein wesentlicher Baustein.“
(Aus der Checkliste Barrierefreies Bauen der Stadt Minden)


16.05.2017, die neue Stadtinformation
in Erwartung, dass nach Beendigung der Pflasterarbeiten das Provisorium Eingangsstufe beseitigt ist, ein nüchternes Erwachen
der Eingang zur Stadtinfo ist nur über eine Stufe möglich.
Eine selbstgezimmerte Holzrampe, die ohne Notwendigkeit wegen des Gewichtes nicht ausprobiert werden konnte, steht als  Zugangsmöglichkeit für Rollstuhlfahrer zur Verfügung.
Das ist ein nicht zu akzeptierender Zustand und selbst mit ordentlicher transportablen Rampe keine Barrierefreiheit!

17.05.2017, Schreiben an den Geschäftsführer der Schlossgut GmbH Herrn Ruppersberger und in Kopie an Herrn Jaeschke
mit der Bitte um einen Vororttermin, um Möglichkeiten der Beseitigung dieser unnötigen  Barriere zu beraten.


Mai 2016, Brau- und Brennhaus
Die erste Gaststätte in Altlandsberg, deren Barrierefreiheit im Bauplan festgeschrieben stand. Gut, dass nun auch Altlandsberg eine solches Lokal hat und ein Rollifahrer nicht mehr in Nachbarkommunen ausweichen muss.
Doch die Praxis zeigt leider immer wieder, dort wo Barrierefreiheit dran steht, ist nicht immer auch Barrierefreiheit drin.
Was ein Besuch der neuen Gaststätte ergab, ist hier nachzulesen:  Checkliste 

Update:  August 2016
Einige „Minuspunkte“ der Checkliste wurden behoben. So ist das Rolliklo keine Abstellkammer mehr und die Tür zum Vorraum läßt sich etwas leichetr öffnen.
Auch gibt es ein Hinweisschild draußen an der Mauer zu den Eingangsstufen, dass sich da ein Aufzug befindet. Doch das Schild weißt den Nutzer darauf hin, dass er sich ans Personal wenden soll, wenn er den Aufzug nutzen will.
Ein echter Schildbürgerstreich, oder Witz?


25.02.2016, Stadtverordnetenversammlung – Treppengeländer
Durch Akteneinsicht im Dezember 2015 konnte ich den Sachstand entnehmen, dass Handläufe an der Schlosskirche durch die Denkmalschutzbehörde versagt wurden, da kein öffentliches Interesse dafür bestünde. Damit ist klar, der Antrag vom Planungsbüro IBS im Frühjahr letzten Jahres, war von vornherein nicht genehmigungsfähig.

Deshalb meine
Fragen zur Einwohnerfragestunde
An der Schlosskirche Haupteingang gibt es keine Handläufe, am Nebeneingang bei 6 freien Stufen nicht einmal ein Geländer. Der Hintereingang hat nur einen einseitigen und nicht DIN gerechten Handlauf.

Dem Grundsatz der Barrierefreiheit, der Unfallverhütung und der Fürsorgepflicht folgend, muss ein erhebliches öffentliches Interesse bestehen, diesen baulichen Mangel zu beheben.

Fragen an den Bürgermeister:

  1. Wann wurde ein erneuter, diesmal genehmungsfähiger Antrag an die Denkmalschutzbehörde gestellt?
  1. Wenn das noch nicht geschehen ist, wann wird das geschehen?
  1. Falls dies nicht gewollt ist, wie begründen Sie das fehlende öffentliche Interesse an sicheren Handläufen zur Unfallverhütung und zur Barrierefreiheit, so wie es unsere Bauvorschriften und andere Gesetze verlangen?

Das wollte Herr Jaeschke nicht beantworten und bezeichnete meine Bemühungen um Barrierefreiheit als Hick Hack.

Info: Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallversicherung geschehen jährlich allein nur im gewerblichen Bereich 36.000 Treppenunfälle, davon 800 mit bleibenden schweren Körperschäden. Technische Ursachen dafür sind u. a. fehlende oder falsch angebrachte Handläufe.

Update: März 2016
Laut Herrn Jaeschke wurde ein Antrag auf erneute Prüfung an die Untere Denkmalschutzbehörde (UDB) Landkreis MOL gestellt, um Genehmigung von Treppengeländer und Handläufe an der Schlosskiche.

Update: 24.07.2016
Schriftliche Anfrage meinerseits an die Baubehörde Landkreis MOL zwecks Bearbeitung des Antrags der Stadt.

Update: 23.09.2016
Da es keine Antwort auf meine schriftliche Anfrage gab, erneut schriftlich beim Bauamt MOL nachgefragt.

Update: 25.10.2016
Antrag auf Akteneinsicht beim Bürgermeister Herrn Jaeschke, da meine Anfragen bei der Baubehörde vom Landkreis unbeantwortet blieben.

Update: 10.11.2016
Antrag auf Akteneinsicht beim Bürgermeister Herrn Jaeschke angemahnt.

Update: 29.11.2016  Akteneinsicht – Ergebnis

10.04.2015 Antrag der Stadt bei der UDB Landkreis MOL, Treppengeländer an der Schlosskirche

27.04.2015 Antwort der UDB, Absicht der Versagung, da kein öffentliches Interesse ersichtlich wäre. Die Stadt möge innerhalb von 4 Wochen eine Erklärung dazu abgeben.

Keine Reaktion der Stadt, allerdings auch kein rechtskräftiger Bescheid der UDB.

07.03.2016 Erneuter Antrag der Stadt bei der UDB wegen Treppengeländer.
Falscher Ort wurde angegeben und es fehlt eine sinnvolle Begründung. Dieser Antrag ist nicht genehmigungsfähig!

Update: 30.11.2016
Schreiben an das Landesamt für Denkmalpflege Brandenburg mit der Bitte um Unterstützung.

Update: 01.12.2016
Antwort vom Landesamt für Denkmalpflege Brandenburg, sie seien nicht zuständig mit Verweis an das Bauamt MOL.

Bei einem folgenden konstruktiven Telefonat wurde seitens des Landesamtes empfohlen, entweder beim Ministerium für Infrastruktur um Untertsützung zu bitten oder das Amt Altlandsberg stellt nochmals einen Antrag.

Update: 03.12.2016
Schreiben an den Bürgermeister Jaeschke mit der Bitte, das Amt möge einen erneuten Antrag an die UNB stellen, diesmal mit sinnvoller Begründung:

Maßnahmen:
Schlosskirche Haupteingang (Südseite)
– beidseitige Handläufe an den drei historischen Treppenstufen
Schlosskirche Bühneneingang (Südseite)
– beidseitige Treppengeländer an den 6 freien Stufen

Begründung:
– Treppengeländer bzw. Handläufe sind notwendig, um Treppenunfälle zu verhindern, mindest jedoch, um deren Anzahl oder Schwere zu vermindern. Jeder solcher Unfall ist einer zu viel und bringt teilweise schwere, bleibende Körperschäden. Die Stadt Altlandsberg kann ihre Fürsorgepflicht nur erfüllen, wenn Unfall- und Arbeitsschutzmaßnahmen eingehalten werden, dazu gehören Treppengeländer.
– Treppengeländer bzw. Handläufe erfüllen Bedingungen der Barrierefreiheit, fehlen diese, ist dies ein Mangel an Barrierefreiheit.

Die heutige Gesetzgebung verlangt auch beim Denkmalschutz, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen Berücksichtigung finden müssen.

Der Schutz von Baudenkmälern darf einem Vorhaben, welches Unfallschutz und Barrierefreiheit berücksichtigt nicht entgegenstehen.

Unfallschutz und Barrierefreiheit sind gesetzlich geboten, dringend nötig und liegen im öffentlichen Interesse.

Update: 05.12.2016
Mündliche Mitteilung von Bürgermeister Jaeschke, er hätte alles dem Projektmanager Herrn Ruppersberger übergeben.

Update: 15.12.2016
Schreiben der Stadt an die UDB MOL
Antrag Denkmalrechtlicher Erlaubnis gem. § 9 BbgDSchG
mit ordentlicher Begründung des öffentlichen Interesses für Handläufe.
Das ist doch schon ein Erfolg, die Stadt hat damit das getan, zu was sie verpflichtet ist.


16.02.2016, Einwohnerversammlung zum Schlossgutprojekt
meine Frage zur Diskussionsrunde, warum in der sanierten Schlosskirche denn keine induktive Höranlage installiert wurde, obwohl bekannt war, dass die Akusik in der selben schlecht ist, beantwortete der Bürgermeister Herr Jaeschke wie folgt.

Es betrifft ja nur Menschen die Hörgeräte tragen und es wäre halt vergessen worden.

  1. Das stimmt technisch nicht so, denn es gibt Kopfhörer (Kinnbügelhörer für Ringschleifen), die für induktive Höranlagen geeignet sind. Diese könnten auch den Bürgern angeboten werden, die schlecht hören und kein HG tragen oder eines ohne die sogenannte Telefonspule.
  2. Menschen mit Hörgeräte haben ein Recht auf Teilhabe , wie jeder andre Bürger auch!
  3. Vergessen worden, weil Betroffene nicht einbezogen werden in die Planung und die meisten Architekten eben wenig oder keine  Ahnung von „Barrierefreiheit“ haben.

Das ist wieder ein Beispiel wo Millionen von Steuergeldern ausgegeben werden, ohne umfassende Barrierefreiheit zu berücksichtigen.
Schaden „nur“ für die Menschen mit Einschränkungen.


22.12.2015  Akteneinsicht,  Ergebnis:
Das Gutachten wurde von Frau Signe Stein, Architektin auch für barrierefreies Bauen, erstellt.
Es wurde eine Prüfung für die Nutzbarkeit der Schlosskirche für Rollstuhl und Rollator beauftragt. Das ist eine unzureichende Aufgabenstellung, denn Barrierefreiheit umfasst mehr als Rollstuhlzugängigkeit.
Festgestellt wurde von Frau Stein:

  1. Die Rampe ist zu steil, abwärtsführende Treppen im Anschluss dürfen nicht sein,
  2. Untergrund nicht ideal, doch zulässig.
  3. Klingel zu wenig kontrastreich.
  4. Türöffner drinnen an der Säule zu hoch
  5. Platz für Rollis genug, da keine feste Bestuhlung.
  6. Rolli-WC okay
  7. Plattformlift okay
  8. Rolli Parkplatz okay

zu 1. Die Treppen im Anschluss an die Rampe hatte ich immer kritisiert
zu 6. Die Mindestmaße werden m.E. nicht eingehalten, vielleicht Messfehler.
zu 7. Treppenlift ist nicht selbstständig und nur für manche Rollis nutzbar, das ist nicht Barrierefrei
zu 8. Untergrund sandgeschlämmt, das ist nicht DIN gerecht

Die fehlende Handläufe Haupteingang, Nebeneingang und die nicht DIN gerechten am Hintereingang hat Frau Stein nicht bemerkt.
Fehlende Induktionsschleife lag nicht in ihrer Aufgabenstellung.

Handläufe am Haupteingang wurden von der Unteren Denkmalschutzbehörde verwehrt, da der Antragsteller das Planungsbüro IBS meint, es gebe dafür kein besonderes öffentliches Interesse. So kann man natürlich Entscheidungen einer Behörde beeinflussen.

Traurig,, dass für Barrierefreiheit, was ein Komfortmerkmal für alle Bürger bedeutet, doch für manchen Bürger notwendig ist, kein besonderes öffentliches Interesse besteht.

Die Rampe ist laut Bauamt nur ein Provisorium, Preis 27.000€ !!!
Ein Provisorium wäre auch mittels einer mobilen Alurampe für ca. 200€ am Nebeneingang (Stufe 5cm) möglich gewesen.


26.11.2015, Stadtverordnetenversammlung
Offene Fragen neu gestellt


26.11.2015, Bestätigung der Akteneinsicht
wurde an die „zuständige Stelle“ weitergeleitet


20.11.2015, Antrag zur Akteneinsicht bei Herrn Jaeschke beantragt


02.11.2015, Antwortschreiben vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung auf  mein Schreiben vom 16.06.2015 zur mangelhaften barrierefreien Bauausführung.

Altlandsberg hat gutachterlich festgestellt, dass die Schloskirche nur teilweise für Rollstuhl und Rollator nutzbar wäre und zugesagt die Mängel „zeitnah“ zu beseitigen, falls der Denkmalschutz damit einverstanden ist.

Sehr diffus diese Zusagen, auf Nutzng für Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen  wird nicht eingegangen und  meine Fragen blieben unbeantwortet.


21.07.2015, Sitzung Zeitweiliger Ausschuss Schlossgut

Fragen und Anregungen zur Freianlage Schlossgut
Nach der Erläuterung zur Planung soll die Gesamtanlage „behindertengerecht“ hergestellt werden. Dies ist weder ein Fach- noch ein Normbegriff. Die Gesamtanlage muss entsprechend der Normen barrierefrei erschlossen werden!

  1. Sind an der Planung der Freiflächen Fachleute für barrierefreies Bauen, der Behinderten- und Seniorenbeauftragte Herr Dr. Stephan und von Behinderung betroffene Bürger beteiligt worden?
  1. Weggestaltung/Wegbelag Schlosshof
  • Großformatige Natursteinplatten erfüllen die Anforderungen von Barrierefreiheit und sollten unbedingt zum Einsatz kommen. Es gibt in Altlandsberg keinen Festplatz, der diese Voraussetzung erfüllt.
  • Zur Überwindung des Höhenunterschiedes (2,30m) zum Lustgarten ist eine Treppenanlage nötig. Welche Alternative dazu ist geplant, für Menschen die mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen usw. unterwegs sind?
  • Denkt man auch an gut greifbare Geländer? Eine barocke Balustrade erfüllt diesen Zweck nicht.
  1. Beleuchtung, Hierbei ist darauf zu achten, dass diese der Norm (DIN 32975) entspricht, also hell genug und blendfrei.

Sinngemäße Antwort der Ausschussvorsitzenden Frau Drusche;
meine Fragen wären wie immer einseitig, sie vermisse die Frage z. Bsp. nach einem Blindenleitsystem.
Dies ist der neue Trend, Behinderungsarten gegeneinander auszuspielen und mir damit Vorteilsnahme zu unterstellen.
Verstanden hatte Frau Drusche wohl nicht, dass meine Forderung nach barrierefreier Erschließung die Berücksichtigung aller Beeinträchtigungen beinhaltet. Zum anderen berücksichtigt meine Anregung „gut greifbare Geländer“ sowie „helle und blendfreie Beleuchtung“ nach DIN ganz konkret auch Menschen mit Sehschwäche.

Die Beantwortung meiner Fragen werden von Frau Drusche in die nächste Ausschusssitzung vertagt. Dies ist zuwider unserer Einwohnerbeteiligungssatzung, nach der Fragen, die nicht beantwortet werden können, innerhalb von 14 Tagen schriftlich beantwortet werden müssen.

Es ist auch unverständlich warum meine doch einfachen Fragen nicht beantwortet werden konnten, da alle Zuständigen, auch vier Mitarbeiter des Planungsbüros anwesend waren.

Herr Glimm nahm immerhin bei der Begründung zur Abwägung Bezug auf meine Anregungen.


16.06.2015, Schreiben an die Bauabnahmebehörde MOL
Da laut Verwaltung der Stadt Altlandsberg, die Schlosskirche baulich abgenommen wurde, stelle ich meine Fragen zu den Problemen an die Bauabnahmebehörde MOL.
In Kopie an:
– Behindertenbeauftragte MOL Frau Gruber
– Behindertenbeauftragter Land Brandenburg Jürgen Dusel
– Behindertenbeirat Land Brandenburg
– Ministerium für Infrastruktur Land Brandenburg


April 2015, Treppengeländer Schlosskirche
Am Haupteingang fehlen beidseitige Handläufe.
An den sechs freien Stufen des Büheneingangs fehlen Geländer und Handläufe.
An der Rückseite der Schlosskirche, dem Eingang für Menschen mit Behinderungen, gibt es zusätzlich zur Rampe Stufen mit einseitigem und absolut nicht DIN gerechten Treppengeländer/Handlauf.

Es ist ein Irrglaube, dass wegen Schaffung von Alternativen zur Treppe deren gute Benutzbarkeit und damit auch die Sicherheit vernachlässigt werden könnte.

11.05.2015, Schreiben von Herrn Glimm
Geländer:
Haupteingang,  ein Antrag an Denkmalsschutzbehöre wurde gestellt.
Nebeneingang,  wäre nur für Techniker und Wartungspersonal. (sind das keine Menschen?)
Hintereingang,  wurde das Geländer von der Denkmalschutzbehörde nicht abgenommen.  (das es nicht DIN gerecht, ja sogar unfallträchtig ist, scheint nicht zu ineressieren.)


28.03.2015Schreiben an Herrn Jaeschke,
Untergrund der Parkplätze für Rollifahrer nicht DIN gerecht.

31.03.2015, schriftliche Antwort von Herrn Glimm, Bauamtsleiter und stellv. Bürgermeister,
er wird dies mit Herrn Dr. Stephan, Beauftragter für Menschen mit Behinderungen nächste Woche besprechen, dann bekomme ich Antwort.

21.04.2015 schriftlich nach der immer noch ausstehenden Anwort gefragt –  ohne Reaktion.

11.05.2015, Antwortschreiben von Herrn Glimm,
der Untergrund entspräche der DIN, die Verkehrssicherungespflicht liege beim Betreiber.


26.03.2015, vom Bauamt Antwort auf meine Fragen erhalten,
erfreulich, dass dies zeitnah erfolgte. Einiges ist weiterhin kritisch zu betrachten oder nicht akzeptabel, somit  frage ich weiter.


18.03.2015, Zeitweiliger Ausschuss Schlosgut

Fragen zur Schlosskirche
Die Fragen der letzten Sitzung wurden vom Projektmanager Herrn Ruppersberger wie folgt beantwortet.
Ein Plattformlift in das OG der Schlosskirche wird eingebaut, die gegenteilige Information durch Herrn Seyfert war falsch sowie auch der Grundriss. Alle anderen Fragen blieben unbeantwortet.

Zwei meiner neuen Fragen wurden durch Herrn Keller, Bauverwaltung beantwortet. Die Entfernung zwischen Rampe und abwärtsführender Treppe wird 3m (laut Grundriss 2,11m) betragen, laut Auskunft von IBS würde dies ausreichen.
Fraglich ist dies, da sich hierbei verschiedene Verkehrsweg kreuzen, also auch der Eingangsbereich zur Schlosskirche.
Das Türen der Fluchtwege nicht in die Fluchtrichtung aufschlagen, wie es logischerweise Sicherheitsbestimmungen verlangen, wäre genehmigt worden.

Die Fragen wurden nicht nach GO in der Einwohnerfragestunde beanwtortet, so dass mir die Möglichkeit der Nachfrage verwehrt blieb.

Da auch noch die restlichen Fragen offen sind, soll ich diese, entsprechend der EBS, in schriftlicher Form erhalten.

11.05.2015, Antwortschreiben von Herrn Glimm

Bühne: kann nur  für Rollstuhlfahrer benutzt werden, wenn sie nicht hochgefahren wird, also keine Bühne ist. (nicht Barrierefrei)

Eingang Nord: die Türen schlagen jetzt nach innen auf, somit ist kein Rückrollern nötig.


13.03.2015 – Die Vision „fliegender Rolli“ kann wahr werden
Eine Rampe für Rollifahrer am Hintereingang der Schlosskirche ist im entstehen. Damit wird auch für Menschen, die per Rolli unterwegs sind, die Schlosskirche zugänglich und das ist gut so.
Zu schnell darf der Rollifahrer (mit Motorunterstützung) nicht sein und auch darf er der aufgehenden Tür nicht rückwärts ausweichen, denn dann kann es zum Abflug kommen, da sich in der Verlängerung der Rampe abwärtsführende Stufen befinden.

Eine solche Konstellation schließt die DIN 18040-1 aus und nach dieser muss gebaut werden!
Nachbesserung nötig – das kostet wieder – Zeit und Geld.

Bei Beratung mit den zukünftigen Nutzern wäre das nicht passiert, doch auf dieses kostenlose Angebot verzichtet unsere Stadtverwaltung prinzipiell.
Mit Schreiben an die Bauverwaltung vom 13.03.2015 informierte ich die Verwaltung über die Verletzung der baulicher Norm.


10.03.2015,  Zeitweiliger Ausschuss Schlossgut
Fragen zur Schlosskirche:
Die Planung sah einen Plattformlift in die obere Etage der Schlosskirche vor, da die Kirche entsprechend der Bauordnung, §45 (3), in allen Bereichen die für die Öffentlichkeit bestimmt sind, barrierefrei gestaltet werden muss.
Nach dieser Planung wurde aber nicht gebaut, ein Plattformlift fehlt und es ist auch kein Platz für den nachträglichen Einbau.
–  Liegt für diese Planungsänderung eine Genehmigung nach §45 (6) der Bauaufsichtsbehörde vor?
–  Wäre es möglich, dass ich Einsicht in diese Akte nehmen kann?

Laut Plan ist die Bühne absenkbar,
–  ist es dadurch möglich, dass auch ein Rollstuhlnutzer auf diese Bühne kommt?

Eingangsbereich für Rollifahrer:
–  Wie wird der Einlass gewährleistet?
–  Mit Klingel und Wechselsprechanlage oder wie sieht die Planung das vor?

Fragen zur Planung Hotel:
Im Grundriss OG sind zwei Zimmer in der Kategorie B (Rollizimmer) ausgewiesen.
Ich erkenne dabei mehrere Fehler, so wie es jetzt dargestellt ist, werden das keine barrierefreien Zimmer.
–  Wurde bei all den Planungen der Behindertenbeauftragte mit einbezogen?
–  Meine dringende Anregung, zusätzliche Einbeziehung von Betroffenen!!!
–  Gern bin ich bereit, meine Erfahrungen und Kenntnisse als Betroffene mit einzubringen.

Die Fragen konnten, trotz Anwesenheit der Fachleute, nicht beanwortet werden und sollen zur nächste Sitzung des Ausschusses behandelt werden.

Vom Architektenbüro, zuständig für die Planung des Domänenhof und damit des Hotels, wurde ich angesprochen und Kontakte ausgetauscht. Das macht Hoffnung, dass ich mich als “Experte in eigener Sache” zum Nutzen aller in die Planung mit einbringen kann.2015-03-28 Schlossgut Bf