Damals wurde eben anders gebaut

Doch heute darf niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden, so unser gutes Grundgesetz Artikel 3, Absatz 3.

Unser Rathaus, ein ehemaliges Gerichtsgebäude Jahrgang 1912

Als Rollstuhlnutzer hast du keine Chance deine Anliegen in unserem Amt ohne besondere Mühen oder gar selbstständig vorzubringen und erst recht keine Chance auf einen Arbeitsplatz. Und sollte ein Mitarbeiter temporär die Treppen nicht schaffen, muss er sich halt krankschreiben lassen, so einfach ist das.

Die Verbesserung der Situation in unserem Rathaus bringt ein Aufzug und eine Toilette, die auch ein Mensch mit Behinderung nutzen kann. Keine neue Idee im Jahre 11 der UN-BRK.

Im Februar 2014 gab es die ersten diesbezüglichen Beratungen in den politischen Gremien der Stadt.

Im Oktober 2014 wurde die Summe von 200.000€ für Planung und Bau eines Aufzuges und einer barrierefreien Toilette in den Nachtragshaushalt eingestellt.

Im März 2015 ein MOZ Artikel, mit der Aussage vom Bürgermeister, noch in diesem Jahr soll das Vorhaben umgesetzt werden.

Im Januar 2016 zu einer behindertenpolitischen Veranstaltung, wieder die Zusicherung vom Bürgermeister, noch in diesem Jahr wird der Aufzug gebaut.

Immerhin bis zum März 2017 brauchte die Baugenehmigung und diese für die Schublade.

Eine Petition im Januar 2018 brachte die Baugenehmigung wieder zum Vorschein.

Dabei kam die sinnvolle Idee von der Verwaltung, den Aufzug jetzt bis in den Keller zu bauen (warum nicht gleich so?).

In der Haushaltsatzung 2019 sind 350.000 € für den Umbau Rathaus eingestellt und beschlossen, wow !!!

Wir sind im September 2019 und überspringen alle Verzögerungs- und Nichtumsetzungsversuche der Verwaltung und auch der SPD Fraktion.

So richtig fehlt der Glaube, dass es nun vorwärts geht.

Es geht auch nicht vorwärts, der notwendige Erweiterungsbau für die Oberschule steht an, deshalb Haushaltsperre, betroffen unter anderem auch der Bau von Aufzug und Toilette fürs Rathaus.