Splittweg

Vom erweiterten Parkplatz an der Erlengrundhalle, welcher auch 7 DIN gerechte Rolliparkplätze vorbehält, führt ein neuer Gehweg zur Kirschallee, welche an der Stadtmauer entlang zum Schlossgut führt.
Das ist sehr erfreulich, denn gerade für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen sind die Gehwege in der Altstadt teils nur sehr schwierig oder auch gar nicht begeh- bzw. berollbar.

Die Ausführung des Verbindungsweges ist allerdings nicht erfreulich, denn ein grober Splittbelag aus Granit ist kein fester, ebener Untergrund. Demzufolge ist dies eine neue Barriere.

9 Monate hat es gedauert, eine scheinbar schwere Geburt, dass der Weg etwas  behindertenfreundlicher wurde. Doch wir verbuchen es unter Erfolge, wir sind ja bescheiden.


Zur Geschichte:  vom 23.10.2014 bis 24.06.2015

23.10.2014 Stadtverordnetenversammlung
Einwohnerfragestunde: meine Frage, wer für die Ausführung des neuen Gehweges vom Parkplatz Erlengrundhalle zur Kirschalle verantwortlich ist, rief Ratlosigkeit hervor. Eine Gehwegoberfläche in Splittausführung ist nicht für die Belange von Menschen geeignet, welche mit Krücken, Stock, Rollator und Co. unterwegs sind.
Wie immer, Betroffene werden nicht einbezogen in bauliche Planungen.


01.12.2014, Vorort Besichtigung
Einladung vom Bürgermeister Herrn Jaeschke,
Teilnehmer: Herr Jaeschke, Herr Glimm (Bauverwaltung), Herr Dr. Stephan (Beauftragter f. Menschen mit Behinderungen) und ich, Margot Pietsch (Wählergruppe A&O).
Die Unzulänglichkeiten konnten wir aufzeigen. Herr Glimm will einiges nachbessern lassen. Allerdings soll erst der Winter abgewartet werden, da nach seiner Ansicht der Splittbelag sich durch Frosteinwirkungen verändert. Ob Väterchen Frost dem Granitsplitt etwas anhaben kann bezweifle ich, doch auf diesen Kompromiss haben wir uns eingelassen.
Das lose Rolliparkplatzschild soll auch einen besseren Standort erhalten, da es jetzt den Weg für Rollifahrer versperrt.


07.05.2015, Sitzung Ausschuss Stadtentwicklung
zwei Fragen;
Zum Splittweg, der sich über Winter nicht in einen festen gut belauf- und befahrbaren Untergrund verwandelt hat.
Zum Parkplatzschild, was immer noch den Weg von Rollifahrern versperrt.
Zu letztern verkündigte Herr Jaeschke zur SVV im Januar und im April, dass das Schild kurzfristig umgesetzt würde.
Beantworten konnte Herr Henning von der Bauverwaltung die zwei Fragen nicht, so warte ich auf schriftlichen Bescheid.
Noch besser wäre allerdings, es würde endlich gehandelt, damit Menschen nicht behindert werden, diesen Weg zu nutzen.


11.05.2015, schriftliche Antwort von Herrn Glimm, Bauverwaltung
„Die Ausbesserungsarbeiten am Schotterweg zur Kirchallee, sowie das Versetzen der Beschilderung wird zeitnah erfolgen.“


22.05.2015, Maerkermeldung zum Splittweg und Parkplatzschild,
wegen unnötiger Barrieren (ID 368450 und ID 368451)

Der Begriff  „zeitnah“ sollte einmal vom Amt definiert werden.
mein Versuch dazu:
Zeitnah ist die immer passende Antwort auf die lästige Frage WANN?


02.06.2015, Rückmeldung vom Maerker
Das Parkplatzschild wurde umgesetzt und versperrt nun nicht mehr den Rolliweg.
Na geht doch, warum war erst eine Maerkermeldung nötig?
Nun warten wir nur noch was mit dem Splittweg geschieht, ob dieser je einen festen Untergrund bekommt.


24.06.2015, Rückmeldung vom Maerker
„Die Oberfläche des Weges wurde nachgebessert“

Der Splitt wurde nur weggeschoben, nun liegt er da auf einem Haufen, der teure Grantisplitt, behindert aber nicht mehr die Wegbenutzer.