Treppengeländer

Treppensicherheit = beidseitige Handläufe
dienen offiziell der Absturzsicherheit, dem gefahrlosen Benutzen von Treppen.

Sie bedeuten weiterhin eine Erleichterung zur Überwindung von Treppenstufen, auch wenn es nur zwei oder drei sind.
Für manchen Menschen ist ein fehlendes Geländer eine unüberwindbare Barriere oder halt „nur“ sturzgefährlich.

13 Jahre Überzeugungsarbeit und Beharrlichkeit hat es gebraucht, bis an vier Gebäuden unserer Stadt, welche für die Öffentlichkeit bestimmt sind und deren Eigentümer die Stadt ist, Treppengeländer angebracht wurden.

Ganz ungetrübt ist die Freude über diesen ERFOLG und die Erleichterung für viele unserer Bürger nicht, denn der Denkmalschutz und bauliche Probleme (ob unlösbar ist zu bezweifeln) gestatteten nur einseitige Handläufe, für manchen Bürger nicht nutzbar.
Auch sind sie zu kurz, denn ein barrierefreier Handlauf sollte über das Ende einer Treppe hinausragen, dies regelt die DIN 18040-1 für öffentlich zugängige Gebäude.

Infos unter:  http://nullbarriere.de/din18040-1-treppen.htm


Zur Geschichte:  vom 04.08.2001 bis 11.12.2014

04.08.2001 Schreiben an den damaligen Ortsbürgermeister Herrn Gujjula von Fam. Pietsch.
Damit machten wir auf die vermeidbaren Unzulänglichkeiten der Stadt aufmerksam, untermauert mit gesetzlichen Bestimmungen.
Ergebnis eines jahrelangen Einsatzes für Verbesserungen der Lebenssituation von gehandicapte Bürger in der Stadt;
die Auskunft von Herrn Gujjula: „Nur was machbar ist kann gemacht werden.“
Frage; ein kleines Geländer für die zwei Stufen z. Bsp. zur Poststelle ist nicht machbar?


06.01.2011 Schreiben an Bürgermeister Herrn Jaeschke und Ortsvorsteher Herrn Gujjula von Fam. Pietsch: Wie behindertenfreundlich oder gar barrierefrei ist Altlandsberg?
Auszug aus dem Schreiben: Vor 10 Jahren haben wir angemahnt, dass die 2 Stufen vor der Poststellen ein Geländer bräuchten. „Nur was machbar ist, kann gemacht werden“ , laut Herrn Gujjula. Die Post hat immer noch kein Geländer, was Menschen mit Gehbehinderung eine große Hilfe wäre.“


13.02.2011 erneutes Schreiben von Fam. Pietsch:
Auszug: „unsere Schreiben vom 6. Januar 2011 wurden bis heute nicht beantwortet.
Wir wissen nicht einmal, ob diese bei Ihnen angekommen sind und auch gelesen worden.
Eine kurze Info darüber ist doch das mindeste, was wir als Bürger dieser Stadt vom verantwortlichen Bürgermeister und Ortsbürgermeister erwarten können.
Schlimm genug, dass in Altlandsberg entsprechende Gesetze missachtet werden, teils aus nicht entschuldbarer Unwissenheit, teils aus vorgeschoben Gründen, die scheinbar wichtiger sind als Menschenrechte.
Ein „Lebenswertes Altlandsberg für Alle“ muss das Ziel sein, das schafft man nicht durch “Aussitzen“ der Probleme!“


26.06.2011 Hausbesuch von Herrn Jaeschke,
statt eines mehrmals angemahnten Antwortschreiben.
Ergebnis des Gespräches, unser Bürgermeister ist jetzt für die Probleme von Menschen mit Behinderungen sensibilisiert.


05.02.2013 Runder Tisch der Bürgerinitiative (BI)
„Was tun! – Aktion barrierefrei denken, handeln, leben!“
Dieser gewollte Dialog von Aktivisten und betroffenen Bürgern der Stadt mit Bürgermeister, Verwaltung und Stadtverordneten misslang, da trotz 60 persönlicher Einladungen nur eine Stadtverordnete dieser folgte.


28.03.2013 Petition der Bürgerinitiative
„Aktion – Barrierefreies Altlandsberg“
mit 300 Unterschriften und einem Rahmenplan als Handlungsgrundlage und Zielsetzung für die Stadt.


27. 06. 2013, 59. Stadtverordnetenversammlung TOP 25 Petition der Bürgerinitiative,
leere Beschlussvorschlag zum TOP „Petition“
Zur Beratung der Stadtverordneten zum Thema, wird die Öffentlichkeit ausgeschlossen.
Im Anschluss an die geheimen Beratung wird den Bürgern ein vorbereiteter Beschlussvorschlag vorgelesen, der mehrheitlich beschlossen wird.
Damit wird der Rahmenplan abgelehnt, da die Zuständigkeiten (Land, Kreis, Kommune) nicht geklärt wären und durch die Eigentumsverhältnisse der Gebäude eine barrierefreie Zugänglichkeit nicht durchsetzbar wäre. (Beide Gründe entsprechen nicht den Gesetzlichkeiten)


10.07., 14.08., 24.09. und 23.10.2013, Sitzungen des Arbeitskreises „Barrierefreiheit“
einberufen durch Herrn Dr. Stephan. Die Problemfelder werden erfasst und in einem Aktionsplan zusammengefasst.


24.10.2013, Stadtverordnetenversammlung
Beschluss 124-13  Schaffung von Erleichterungen bei der Zugänglichkeit öffentlicher Gebäude, des öffentlichen Straßenlandes, Gemeinschaftseinrichtungen und Geschäften.
Der Stadtverordnetenversammlung ist von der Verwaltung 1/4 jährlich Bericht zu erstatten.


27.02.2014, Stadtverordnetenversammlung
erster Bericht der Verwaltung nach 4 Monaten
Auszug: „Bei der WBG gehörenden Gebäuden ist das Anbringen von beidseitigen Handläufen zu prüfen. Bei Geschäften in Privathäusern ist für das Anbringen von Geländern zu werben“


19.06.2014,  1. Stadtverordnetenversammlung
eine Einwohnerfragestunde steht nicht auf der Tagesordnung. Deshalb meine schriftliche Anfrage beim Bürgermeister, wann konkret Treppengeländer an Stufen zu Geschäften, angebaut werden, deren Häuser im Besitz der städtischen Wohnungsbaugesellschaft sind.


15.07.2014,  2. Stadtverordnetenversammlung
zweiter Bericht der Verwaltung nach 5 Monaten
Auszug: „Die Erfassung der Eingänge ist bis zum 12.03.2014 abgeschlossen.
Private Eigentümer sind angeschrieben worden. Erste Gespräche wurden geführt. Ergebnisse liegen noch nicht vor.“
Zur Einwohnerfragestunde wiederhole ich meine schriftliche eingereichten Fragen nach dem Zeitpunkt der Installation von Treppengeländern. Dies bleibt wieder ohne Beantwortung.


31. 07.2014,  Stadtmagazin, 7. Ausgabe
zur Realität in Altlandsberg ein  Artikel , allerdings mit Kürzung des ersten Satzes, das mag wohl keiner hören.


07.08.2014,  1. Sitzung Fachausschuss Stadtentwicklung
Fragen vom Vorsitzenden Herrn Marks an die Verwaltung nach dem Bearbeitungsstand und Zeitpunkt der Ausführung der Handläufe und wie man private Eigentümer überzeugen will, wenn die Stadt selbst keine Barrieren abbaut.


4.09.2014,  2. Sitzung Fachausschuss Stadtentwicklung
Die auch schriftlich eingereichten Fragen an die Stadtverwaltung zum Bearbeitungsstand der Anbringung von Handläufen erfahren keine Beantwortung oder Erwähnung.


21.09.2014, Schreiben an den Bürgermeister
vorab Fragen zur nächsten Stadtverordnetenversammlung


25.09.2014, 4. Stadtverordnetenversammlung
meine Frage zur Einwohnerfragestunde, wann denn nun Treppengeländer an Gebäuden der Stadt installiert werden, beantwortet Herr Jaeschke.
Sinngemäß: es wäre mit der Denkmalschutzbehörde abgesprochen und die zuständige Wohnungsbausgesellschaft wäre an der Umsetzung.


08.10.2014, schriftliche Anfrage beim Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft
Sofortige Antwort; die favorisierten Lösungsvarianten wurden an die untere Denkmalschutzbehörde geschickt und warten auf Zustimmung, wovon ausgegangen wird. Innerhalb von 2 Wochen könnte es dann realisiert werden.


23.10.2014, 5. Stadtverordnetenversammlung
Bericht der Bürgermeisters zur Schaffung von Erleichterungen für Menschen mit Behinderungen entsprechend Beschluss 124/13;
An Geschäfte im Stadtzentrum wie Post, Bäcker usw., welche der städtischen Wohnungsbaugesellschaft gehören, werden ab dem 20. November 2014 beidseitige Geländer installiert .


11.12.2014,  Treppengeländer wurden installiert

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